Allgemeines zu den Trendsportarten Bouldern und Slacklining


Allgemeines zur Sportart Bouldern

Der Begriff Bouldern wird vom englischen Wort boulder (dt. Felsblock) abgeleitet. Die Sportart beschreibt das Klettern an Felsblöcken, -wänden, oder künstlich erschaffenen Kletterwänden in Absprunghöhe ohne Kletterseil und –gurt. Seit den 1970ern wurde daraus eine eigenständige Disziplin des Sportkletterns. Vor allem mit Beginn der 1990er Jahre entwickelte sich diese Sportart rasant. Geprägt wurde dieser Bergsport maßgeblich vom US-Amerikaner John Gill und dem Deutschen Wolfgang Fietz. In den 1950er beziehungsweise 1960er Jahren entwickelte insbesondere Gill neuartige Klettertechniken, wodurch ein dynamischerer Bewegungsstil entstand. Er praktizierte den sogenannten „flow“, eine fließende Gesamtbewegung beim Klettern. Auch die Anwendung von Magnesia (Pulver für besseren Halt) geht auf den US-Amerikaner zurück.
Gill führte zudem ein Bewertungssystem ein für diesen Bergsport am Fels ein. Die sogenannte „B-Scale“ sah eine Einteilung des Felsens von B1 bis zu B3 vor. B1 ist dabei am einfachsten zu bewältigen, B3 hingegen stellt den schwierigsten Schwierigkeitsgrad dar. Es handelt sich dabei um eine Art Pfad. Drei verschiedene Pfade führen den Sportler zum Ziel, wobei jeder unterschiedlich schwer zu erklimmen ist. Der Schwierigkeitsgrad B3 wird vergeben, sobald ein Fels ein einziges Mal vom Kletterer bewältigt wurde. Allerdings konnte diese Art der Bewertung nicht lange aufrechterhalten werden. So kam es zur Einführung neuer Schwierigkeitsgrade. Die neu eingeführte V-Skala geht auf John Sherman zurück und ist an die „B-Scale“ angelehnt.

Am weitesten verbreitet ist jedoch die Fontainebleau-Skala, kurz Fb.-Skala. Dadurch werden die Boulderprobleme differenziert. So wird unterschieden ob es sich um ein Fb.-Bloc, also ein reines Boulderproblem, handelt oder um ein Fb.-Trav, also ein Traversenproblem. Bis heute sind die Bewertungssysteme nicht fixiert. Dies ist auch nahezu nicht möglich, da die Sportler immer schwierigere Routen bewältigen müssen. Dadurch kommt es regelmäßig zur Abwertung oder Erweiterung der bestehenden Bewertungsskalen.
Als zusätzliche und besondere Leistung wird es betrachtet, den Boulder zu flashen, den Fels also ohne vorheriges Ausprobieren zu erklimmen. Die Technik beim Bouldersport entspricht denen der anderen Kletterdisziplinen. Allerdings ist das Vorkommen unterschiedlich. Boulderprobleme sind zumeist sehr kompakt, so dass vom Sportler ein hoher Einsatz von Technik und Körperkraft abverlangt wird.

Der Bouldersport ist auch indoor möglich. Dafür gibt es spezielle Boulderhallen, in denen an einen künstlichen Fels geklettert werden kann. Die Route ist dabei durch Grifffarben beziehungsweise Farbkärtchen an den Griffen gekennzeichnet. Dennoch wird üblicherweise die Wertung vom Felsbouldern verwendet. Für zusätzliche Schwierigkeit und Abwechslung beim Indoorbouldern sorgen die sogenannten Volumen, welche Naturstein nachempfunden sind. Üblicherweise hat ein Problem beim Bouldersport in der Halle vier bis acht Griffe. Allerdings gibt es auch Routen, welche lediglich aus Start- und Topgriff bestehen. Im Gegensatz zum Outdoorbouldern sind weiche Matten am Boden des künstlichen Felsens verlegt. So wird die Sicherheit des Sportlers gewährleistet.

Populäre Bouldergebiete und Boulderprobleme

Der Wald von Fontainebleau im französichen Ile-de-France gilt als das älteste Bouldergebiet weltweit. Im bayrischen Frankenjura und Kochel finden sich ebenfalls sehr bekannte Bouldergebiete. Midnight Lightning ist der Name des wohl populärsten einzelnen Boulderproblems. Dieses ist im US-amerikanischen Yosemite-Nationalpark zu finden. 1978 wurde es erstmalig von Ron Kauk bezwungen. Mit einem Schwierigkeitsgrad von Fb. 8c+ tritt Tonino in Italien als schwierigstes Boulderproblem weltweit auf. Beinahe genauso schwierig zu klettern ist Dreamtime in Cresciano in der Schweiz mit einer Skala von Fb. 8b+ beziehungsweise 8c.

Allgemeines zum Slacklinen

Slacklinen wird auch Slacken oder Slacklining genannt. Es ist eine Trendsportart, welche dem Seiltanzen ähnelt. Der Sportler balanciert dabei auf einem Gurt- beziehungsweise Schlauchband, welches an zwei Befestigungspunkten gespannt ist, zum Beispiel zwischen zwei Bäumen. Das Band ist die Slackline (dt. schlaffe Leine). Die Anforderungen an den Sportler beim Slacken bestehen aus einem Zusammenspiel aus Koordination, Balance und Konzentration. Es eignet sich von daher als gutes Zusatztraining für andere Sportarten wie Klettern (Bouldersport), Kampfsport, Reiten, Skifahren, Snowboarden und anderen Sportarten, die ein sehr gutes Gleichgewichtsgefühl voraussetzen.

Das Slacklining hat andere charakteristische Merkmale gegenüber dem Balancieren auf dem Tanzseil oder beispielsweise dem Hochseil. Im Gegensatz zur Slackline sind diese Seile straff gespannt, die Slackline hingegen dehnt sich unter der Last des Sportlers. Dadurch verhält sich die Slackline sehr dynamisch und verlangt vom Slackliner ständiges aktives Ausgleichen durch Eigenbewegung. Weiterhin ist der Balancepunkt des Sportlers sehr tief. Der optische Eindruck ähnelt dabei weniger dem eines Artisten oder Hochseilläufers, sondern vielmehr dem des Schlappseilkünstlers, weil sich dessen Seil ständig bewegt und die Balance mit den Beinen ausgeglichen wird.
Slackliner werden ungern als Artisten betrachtet beziehungsweise dargestellt. Allerdings kann eine Artverwandtschaft durchaus nicht abgestritten werden. Der Szenezusammenhang schafft jedoch einen heftigen Unterschied. Das Slacklining stammt aus der Sparte des Klettersports und ist in diesem Bereich geblieben. In der Artistik ist das Balancieren auf einem Schlappseil lediglich die Grundlage beziehungsweise zusätzliche Komponente für die bevorstehende artistische Nummer, welche vor Publikum aufgeführt wird. Die Slackliner betreiben ihren Sport jedoch viel mehr für sich selbst und zu Selbstzwecken. Das Üben von Kunststücken dient lediglich dem Zweck, herauszufinden, was bei diesem Trendsport alles möglich ist. Schlappseiltypische Übungen sind beispielsweise der Hand- und Kopfstand, das Jonglieren oder Einradfahren. Die Slackliner verpönen diese Disziplinen zwar nicht, begreifen sich jedoch als eigenständige Gruppe. Alles in Allem heißt das, dass das Slacken selbstständig wiedererfunden wurde und die Grundidee theoretisch beibehalten wurde.

Das Slacklining ist im Gegensatz zum Seiltanzen eine noch sehr junge Sportart. Diese entwickelte sich mit Beginn der 1980er Jahre innerhalb der Szene der Freikletterer im Nationalpark Yosemite. Bereits in den 1960er Jahren vertrieben sich diese an Ruhe- und Regentagen die Zeit damit, auf Parkplätzen auf Absperrketten und -seilen zu balancieren. Die Kletterer Jeff Ellington und Adam Grosowsky kamen als erstes auf die Idee, ihr zur Verfügung stehendes Klettermaterial für das Slacken in Kletter-Camps zu verwenden. Nach der Jahrtausendwende verbreitete sich das Slacklining in andere Klettergebiete und wurde auch für andere Sportler abseits des Klettersports beliebt. In Europa ist der österreichische Extremkletterer Heinz Zak der Pionier dieser Sportart. Aber auch Jahre zuvor balancierten Kletterer auf gespannten Seilen. Außerdem nutzten auch die Ski-Rennläufer Ingemar Stenmark und Bode Miller diese Art des Trainings zur Schulung des Gleichgewichts.

Insgesamt existieren neun verschiedene Varianten des Slacklinings, darunter beispielsweise Lowlines, Long Lines oder Rodeo-Lines. Die unterschiedlichen Formen unterschieden sich durch größtenteils durch die Funktion der Slackline sowie die Aufhängung. Ein geeigneter Ausstatter für den Bouldersport und das Slacken wäre Metolius.

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Wandern in Deutschland – Die schönsten Routen der Republik


Hape Kerkeling, Wigald Boning und Joey Kelly haben es vorgemacht, Deutschland ist ein Wanderland und man wagt es kaum zu glauben, aber wer alle Wanderwege der Republik besichtigen wollte, müsste mehr als 200.000 Kilometer laufen, Anreise nicht mitgerechnet. Selbstverständlich gibt es auch bei Wanderwegen qualitative Unterschiede, einige Routen werden nur schlecht gewartet, haben Gefahrenstellen und sind monatelang kaum begehbar, andere wiederum werden bei starken Regenfällen regelmäßig überschwemmt und sind deswegen allenfalls für den Sommer geeignet. Abhilfe sollen Zertifikate wie „Top Trails“ schaffen, die Wanderwege kategorisieren und bewerten. Diese sind zwar oft marketingbehaftet, stellen jedoch sicher, dass die beworbenen Routen zumindest vernünftig gewartet werden. Es kann also nie schaden, sich vor der Wanderung nach solchen Siegeln umzusehen.

Der Nibelungensteig – Leichte bis mittlere Schwierigkeit mit viel Aussicht

Der Nibelungensteig ist einer der modernsten Wanderwege Deutschlands, die insgesamt 124 Kilometer lange Route wurde im Jahre 2008 eröffnet und beginnt direkt am Ortsausgang von Worms am Niederrhein und führt durch das Lautertal, vorbei am Felsenmeer bis hin zum nordrhein-westfälischen Freudenberg. Unterwegs geht es durch die Wälder des Odenwaldes, unterbrochen durch einen kurzen Aufstieg auf den Melibokus und natürlich dem Felsenmeer, das der Sage nach durch einen Streit von zwei Riesen entstand, die sich gegenseitig mit Steinen beworfen haben sollen. Auch unterwegs gibt es immer wieder Schilder, die große und kleine Geschichten der Nibelungensage oder lokale Mähren erklären und die so zu Verschnaufpausen einladen. Der Schwierigkeitsgrad des Nibelungensteigs beginnt leicht, zieht aber in den Hügelregionen kräftig an und es gibt immer wieder steile Aufstiege, die für ungeübte etwas schwer sein könnten. Die Markierung ist ein rotes N auf weißem Hintergrund.

Der Goldsteig – Nur für Hartgesottene, aber mit Charme

Besonders in Bayern hat das Wandern Tradition, deswegen ist es nicht weiter verwunderlich, dass man hier die längste Wanderroute Deutschlands findet. Satte 660 Kilometer führt der Goldsteig die Wanderfans quer durch den bayerischen Wald bis an die Grenze von Tschechien und sogar darüber hinaus. Auch die Umgebung kann sich sehen lassen, immerhin ist der Naturpark bayerischer Wald einer der größten und unberührtesten seiner Art. Zudem führt der Goldsteig die Wanderer über drei Gipfel. Der Aufstieg ist jedoch nur etwas für Hartgesottene, denn es gilt 1453 Höhenmeter zu überwinden. Eröffnet wurde der Goldsteig in seiner jetzigen Form im Jahre 2007 und hat bereits jetzt die „Top Trails“-Auszeichnung erhalten. Ein wenig Zeit zum Wandern sollte man allerdings mitbringen, denn wer die komplette Route abgehen möchte, muss mehrere Tage, je nach Geschwindigkeit und Ausdauer sogar Wochen, einplanen. Das Symbol des Goldsteigs ist übrigens ein S mit weiten Bögen, ähnlich einer Schlange.

Der Naturistenstieg – Definitiv etwas besonderes

Beim Wandern geht es vorrangig um das Erlebnis der Natur, das Erfahren am eigenen Körper sowie das Aufnehmen der Umgebung mit allen Sinnen und wie könnte das besser gehen, als im Adamskostüm? Dieser Meinung sind zumindest die Betreiber des im Jahre 2010 eröffneten Harzer Naturistenstieg, der weder besonders lang, noch anspruchsvoll ist, aber definitiv etwas besonderes, denn den Wanderern ist es hier erlaubt, ihre Kleidung komplett abzulegen. Zugegeben, ganz bereit scheint die Republik noch nicht zu sein, für einen Nacktwanderweg, denn die Strecke musste zwischenzeitlich bereits zwei Mal geändert werden und wird immer noch kontrovers diskutiert. Mittlerweile umfasst die Route nur noch etwa 18 Kilometer und führt von Dankerode im Harz bis zur Wippertalsperre durch beinahe ausschließlich dichte Waldgebiete, damit die Nacktwanderer vor pikierten Blicken geschützt sind. Eine Auszeichnung gibt es für den Naturistenstieg nicht, er ist nicht besonders spektakulär und hat keinen hohen Schwierigkeitsgrad, durch seine Einzigartigkeit, ist er jedoch trotzdem eine Erwähnung wert.

Der Rheinsteig – Vorbei an Schlössern und Burgen

Was die Nibelungensage für den Niederrhein ist, sind die vielen mittelalterlichen Klöster und Burgen für den Mittelrhein, von denen ein Großteil durch den insgesamt 312 Kilometer langen Rheinsteig abgedeckt wird. Die Streckenführung der Route wurde im Jahre 2005 zuletzt überarbeitet, Startpunkt ist jetzt das nordrhein-westfälische Bonn und es geht vorbei an Marksburg, Rheingau-Kloster und „Katz und Maus“ bis nach Wiesbaden. Da es auf der gesamten Strecke nur wenige Erhebungen gibt und die Route zum Großteil gut ausgebaut ist, dürften hier auch Anfänger ihren Spaß haben und selbst mit Kindern dürfte, ausreichende Pausenzeiten vorausgesetzt, der Wanderweg problemlos begehbar sein. Das Symbol des Rheinsteigs ist ein blaues R, die Beschilderung ist ausreichend und man bekommt eine Menge Informationen über die mittelalterliche Geschichte des Rheins und seiner Burgen. Übrigens hat auch der Rheinsteig jüngst die begehrte Auszeichnung „Top Trails“ erhalten, darf sich nun zu den schönsten Routen der Republik zählen.

Wanderstöcke sind ein nützliches Zubehör für ausgezeichnete Wanderfreuden


Wanderfreunde sind mit allen nützlichen und nötigen Utensilien ausgestattet. Dazu gehört neben funktioneller Kleidung, Zubehör wie Zelte und Rucksäcke, Karten zur Navigation auch Wander- oder Trekkingstöcke. Diese sind etwas anders geformt als die Nordicwalking Stöcke, die fast nur zu kurzen Wanderungen mit Gymnastik benötigt werden. Wanderstöcke haben eine lange Tradition. In früheren Zeiten wurde nur ein Stock benutzt und dieser war aus Holz geschnitzt. Die Haselnuss war ein beliebtes Material dazu. Später kamen die Spazierstöcke, die einen runden Bogen hatten und oft mit Metallplättchen verziert waren. Diese waren, ähnlich wie die Autoaufkleber, ein Nachweis des Besuches der Orte.

Die heutigen Stöcke sind aus Aluminium oder Carbon hergestellt. Beide Materialien sind sehr leicht. Die Griffe sind mit Schlaufen versehen, ergonomisch geformt, der Schweiß wird absorbiert und die Wärme isoliert. So ist die perfekte Griffigkeit garantiert. Die Stöcke sind verstellbar, leicht zu verstauen, superschnell auseinander-und zusammenklappbar und sie haben eine vielfältige Einsatzmöglichkeit. Ein wichtiger Punkt für längere Touren ist die Dämpfung. Hier wird mit modernster Technik und dem Einsatz von Federn die ideale Dämpfung erreicht. Die Spitze besteht oft aus Hartmetall, um einen sicheren Halt zu garantieren. Meist kann der Teller ausgewechselt werden, dies kommt vor, wenn Schneefall einsetzt, dann wird der breite Teller montiert. Auch das Abrutschen wird auf diese Art verhindert.

Die Vorteile von guten Stöcken

Die Vorteile von Wanderstöcken sind in erster Linie die Sicherheit, die sie vermitteln. Bei längeren Touren, die bergauf und bergab gehen, sind die Stöcke eine wertvolle Hilfe. Gelenkschonend wirken sie beim Bergsteigen, die Knie werden entlastet beim Abstieg und beim Aufstieg geben sie Sicherheit. Je nach Tour kann es im Gelände zu Überraschungen kommen, wenn die Vegetation auf einmal wechselt. Hier geben die Stöcke einen zusätzlichen Halt. Jeder der Outdoor betreibt weiß, wie schnell ein gefrorenes Eisfeld auftauchen kann.

Zu den Nachteilen, die die Stöcke mit sich bringen, gehört die Gefahr eines Sturzes und dadurch eine erhöhte Verletzungsgefahr. Handgelenke sind hiervon sehr oft betroffen. Das Verlassen auf die Stöcke macht den Benutzer unsicher, wenn er einmal ohne geht. Dies sollte auf jeden Fall vermieden werden. Touren einmal ohne sind hier eine sehr gute Übung. Enge Passagen auf den Touren erschweren den Einsatz und viele finden das Ein- und Auspacken sehr lästig. Dass die Hände nicht frei sind, ist für ein Großteil ebenfalls ein Grund gegen die Stöcke zu plädieren. Allerdings haben sie ja Schlaufen und so kann jeder die Stöcke auch einmal hinunterschieben, falls er eine Hand benötigt.

Wanderstöcke kaufen

Jeder der Outdoor betreibt, weiß, dass er die bestmögliche Ausrüstung benötigt. Ordentliches Schuhwerk, wind- und wasserdichte Kleidung, Zelte, Rucksäcke, einen Kompass zur Navigation und ein Paar Trekkingstöcke. Hier gibt es aber sehr große Unterschiede. Nicht nur der Preis ist ausschlaggebend, die Stöcke sollten auch die richtige Größe haben und für den Bedarf die wichtigsten Merkmale.
Bereits 1974 brachte Leki als ein der ersten Firmen Teleskopstöcke auf den Markt. In den folgenden Jahren wurden die Techniken weiterentwickelt, die Flexspitze kam, danach das Antishockfedersystem, welches sich in drei Stufen einstellen lässt. Auch der Zusammenbau sollte schnell gehen. Weiterhin wurde auch auf das Schwungverhalten großen Wert gelegt. Alle diese Punkte erfüllt Leki und ist nicht umsonst eine der bedeutendsten Firmen rund um das Thema Outdoor.
Komperdell ist eine Firma aus Österreich, die sich seit über 80 Jahren für den Skisport engagiert hat. Mit großem Erfolg hat sie in den vergangenen Jahren sehr viel Neues entwickelt, wie etwa den Konturgriff bei den Stöcken. Ebenfalls aus dieser Firma stammt der härteste Carbonstock, der Belastungen bis 200Kilo erlaubt. Immer wieder wird geforscht, weiterentwickelt und mehrere Auszeichnungen sind der Lohn für die Bemühungen. Bekannte Sportler vertrauen auf Komperdell und sind mit den Produkten zufrieden. Trekkingstöcke sollten auf jeden Fall in einem Fachhandel gekauft werden. Nur hier hat jeder die optimale Beratung und die Sicherheit, dass die Stöcke auch richtig passend sind. Für Frauen gibt es andere Stöcke, die auf ein leichteres Gewicht und eine kleinere Größe abgestimmt sind. Eine falsche Haltung kann hier fatale Folgen für den Sportler haben.

Stöcke ja oder nein, diese Frage stellen sich viele. Natürlich ist es ein Unterschied, in welchen Gebieten die Touren stattfinden und ob der Wanderer eine extreme Tour macht. Doch auch Stöcke bei einer Halbtageswanderung sind durchaus sinnvoll. Sie entlasten auf jeden Fall und sorgen für sicheres Gehen. Das Wichtigste beim Kauf von Stöcken ist der Blick auf die Griffe. Preisgünstige Stöcke haben kein gutes Material und dies sorgt dann sehr schnell für Blasenbildung oder starkes Schwitzen. Daher wäre es wichtig auf Kork oder ein anderes, bewährtes Material zurückzugreifen, um dieses zu verhindern.

Ultimatives Klettererlebnis – Bigwall Klettern


Das Bigwall-Klettern hat seinen Ursprung im Yosemite Valley in den USA. Hier findet man inmitten atemberaubender Natur auch heute noch eine große Auswahl an Routen vor. In allen Schwierigkeitsgraden präsentiert sich dieses Paradies für Bigwall-Kletterer in perfekter Felsqualität. Der Zustieg hier ist vergleichsweise einfach. Das Yosemite Valley in Kalifornien hat sich inzwischen zum Zentrum des Bigwall Kletterns entwickelt.

Bei diesem Bergsport durchsteigt man hohe und steile Felswände über mehrere Tage und Nächte hinweg. Die gesamte Kletterausrüstung, Trinkwasser und Verpflegung muss mitgenommen werden. Die Hauptlast ist sicherlich das Wasser. Etwa 4 Liter Wasser pro Mann und Tag müssen transportiert werden. Dieses Gepäck kann oft ein erhebliches Gewicht haben. Wenn eine Seillänge geklettert wurde, wird sie in einem dafür bestimmten Sack über ein spezielles Zugsystem nachgezogen. Dieser Sack ist der so genannte Haulbag. Der Haulbag ist meist aus äußerst robustem Material gefertigt und ist daher sehr widerstandsfähig und für den Einsatz im alpinen Gelände ausgerichtet. Einige Ausführungen verfügen über ein gepolstertes und ergonomisch geformtes Tragesystem. Schwere Lasten können so sehr komfortabel getragen werden. Beim Klettern in der Wand kann das Tragesystem abgenommen werden. An praktischen Befestigungsbändern kann unter anderem auch ein Portaledge befestigt werden.

Hängend biwakieren

Das Biwakieren ist zweifelsohne einer der wichtigsten Bestandteile beim Bigwallklettern. Unter einem klassischen Biwak versteht man ein Lager oder ein Zelt, das zur Übernachtung dient. Geschlafen wird in Biwacksäcken. Dies ist jedoch in der steilen Felswand oft unmöglich. Daher wurden spezielle Portaledges eigens dafür entwickelt, diese gehören zu den wichtigsten Teilen des Bigwallzubehörs. Dies sind Zelte mit einem stabilen Untergestell bzw. einer Plattform. Man könnte es auch als tragbare Liege bezeichnen. Portaledges werden an der Spitze an einem Hacken aufgehängt. Es kann hier frei hängend übernachtet werden. Geschützt vor Wind und Regen wird oft hunderte von Metern über dem Talboden geschlafen. Zum professionellen Bigwallzubehör gehören hier auch gute und wasserdichte Biwacksäcke. Es sind verschiedene Modelle je nach Einsatzbereich erhältlich.

Sorgfältige Planung der Bigwall-Route

Beim Bigwall-Klettern bedient man sich meist dem technischen Klettern. Das bedeutet, dass man sich am Felsen mit Hilfe von Kletterseilen und Haken fortbewegt. Bei der freien Kletterei, die in einigen Passagen ebenfalls zum Einsatz kommt, werden Seile und Haken ausschließlich als Absturzsicherung eingesetzt. Diese mobilen Sicherungsgeräte sollten jedoch sehr gut beherrscht werden, was besonders wichtig für einen sicheren Durchstieg ist. Der Kletterer sollte geübt mit dem Handling von Seilen und Schlingen sein um diesen Sport ausüben zu können. Felswände zur Ausübung dieses Klettererlebnisses sind auf der ganzen Welt zu finden. Ob in Patagonien, den Baffin Islands, am Himalaya oder das Yosemite Valley – diese sind oft in sehr entlegenen Regionen, was schon die Zustiege äußerst kompliziert macht. Eine derartige Expedition einer Durchsteigung dieser atemberaubenden Felswände nimmt oft nicht nur Tage sondern auch Wochen in Anspruch. Sie sollte bis ins kleinste Detail geplant sein. Auch die Verwendung von professionellen Ausrüstungsgegenständen und hochwertiger Kletterbekleidung ist hier unerlässlich. Wesentlich ist auch, dass man auf einer über 1000 Meter hohen Wand permanent über längerem Zeitraum der Schwerkraft ausgesetzt ist. Dies stellt eine hohe Belastung an Kletterer und Material dar. Es bedarf einer ganz besonderen Fähigkeit mit Stress umzugehen. Der ständige Begleiter beim Bigwall-Klettern ist der Konflikt mit sich selbst.

Hochwertiges Material

Wie bei allen anderen Arten von Bergsport ist auch beim Bigwall-Klettern das Material von besonderer Wichtigkeit. Es gibt immer wieder Neuheiten auf dem Markt. Bei der Anschaffung der persönlichen Sicherheitsausrüstung ist besonders auf Bewegungsfreiheit und hochwertige Materialien zu achten. Zur Sicherheitsausrüstung zählen nicht nur Karabiner und Sicherungsgeräte – es gehören auch Kletterhelme, Kletterschuhe und Klettergurte dazu, diese sollten vor allem bequem sein. Ein professioneller Ausstatter ob für das Klettern in der Wand oder das biwakieren im Lager ist Edelrid. Auch in Sachen Outdoorküche und Sportbekleidung für jeden Anspruch, die in der Felswand jede Bewegung mitmacht ist bei Edelrid erhältlich.

Bigwall Kurse

Nach der Suche nach der ganz besonderen Herausforderung in der Felswand spricht dieser Sport immer mehr begeisterte Kletterer an. Aufgrund des wachsenden Interesses an diesem faszinierenden Sporterlebnis werden auch Kurse in Kletterhallen angeboten. Unter professioneller Anleitung lernt man hier die Grundlagen des Bigwall Kletterns kennen und kann so von der Erfahrung profitieren. Ob über den Seilschaftsablauf und verschieden Sicherungstechniken – man erfährt auch einiges über den Standplatzbau und die Standplatzordnung. Der richtige Umgang mit dem Material wird ebenso gezeigt und verschiedenes Bigwallzubehör und Techniken werden vorgestellt.

Sicherung am Berg – das Klettersteigset


Von vielen Passanten werden sie bewundert – Sportler am Berg. Kletterer kennen und lieben das Drahtseil, was sich durch den Fels schlängelt. Doch sind diese Sportler wirklich lebensmüde Extremisten? Oder greifen sie einfach auf eine fundierte Sicherungstechnik zurück?

Des Rätsels Lösung und gleichzeitig die elementaren Teile der Klettersicherung sind die Klettersteigsets. Sie werden mit dem Gurt verbunden, der den Kletterer vor dem Abgrund schützen soll. In Verbindung mit einem Helm, einem Gurt und geeignetem Schuhwerk sind die meisten Steige bereits begehbar. Für besondere Abenteuer sind eventuell noch Stirnlampe, Pickel oder Steigeisen von Bedeutung.

Wie funktionieren Klettersteigsets?

Ein Klettersteigset besteht aus zwei Seilenden, an denen je ein Sicherungsgerät befestigt ist. Klettert man nun am Stahlseil, so muss man den Karabiner stets mit sich führen. Alle paar Meter sind dabei Fixpunkte in der Wand verbaut. An diesen Stellen muss man erst einen Karabinerhaken ins neue Drahtseil einhängen, dann folgt der zweite. Auf diese Weise ist man nie ungesichert. Als Kletterer kennt man die lästige Situation, die Karabiner hinter sich her ziehen zu müssen. Im schlimmsten Fall verhaken sie sich noch in den Fixpunkten und man muss wieder abklettern. An schwierigen und gefährlichen Kletterstellen ist das nicht nur nervig und unkomfortabel, sondern auch heikel. Dieses Problem greift die neue Rücklaufsperre auf. Sie besteht aus einem Sicherungsgerät, welches nur in eine Richtung am Drahtseil zu bewegen ist. Hat man seine Sicherung einmal über den Fixpunkt hinaus geschoben, rutschen sie nicht wieder zurück. Ein sehr innovatives und bequemes System. Zusätzlich schafft diese Sicherung an jeder Stelle des Drahtseils eine feste Stelle, was enorm die Gefahren bei einem Sturz verringert.

Welche anderen Techniken erleichtern die Sicherung?

Am Fels muss man stets die volle Konzentration auf das Wichtige richten können. Deshalb ist es nötig, durch sinnvolle Sicherungstechnik die Haptik von Klettersteigsets auf ein Optimum zu steigern.

Gehe ich einen Klettersteig, vergeht die meiste Zeit beim Wechseln der Karabinerhaken an den Fixpunkten. Folglich ist es hier besonders wichtig, eine effiziente Handhabung zu entwerfen. Umgesetzt wird das durch eine so genannte Handballensicherung. Sie nutzt die natürliche Form eines Sicherungshakens, indem sie die Öffnung des Verschlusses durch eine Wippe in der Handfläche auslöst. Denn Sicherungsgeräte sind meist mit einer 2-Wege Technologie ausgestattet, um die Gefahr des zufälligen Öffnens zu senken. Der erste Weg stellt hierbei der Druck auf den Hebel mit dem Handballen dar, der fast automatisch mit dem Öffnen des Verschlusses an der Vorderseite verknüpft ist. Diese Bewegung wäre der zweite Schritt.

Der Hersteller Salewa verwendet ein solches Prinzip in den meisten angebotenen Sets.

Was passiert bei einem Sturz?

Die beschriebene Thematik wirft die Frage auf: Falle ich nicht trotzdem einige Meter am Klettersteig bergab und lande anschließend hart in meinem Klettersteigset?

Der Sturz über einige Meter lässt sich kaum vermeiden. Zumindest kann man immer die Länge des eigenen Seils fallen. Dennoch streben Bremssysteme eine
möglichst sanfte Landung an. Ein Bandfalldämpfer ist dabei eine sehr sichere Variante. Er lässt sich sowohl für Kinder als auch für Erwachsene verwenden, da zwei Bremsleinen bei verschiedenen Belastungen auslösen. Hier ist in jedem Fall eine schadenarme Landung wahrscheinlich. Früher bestanden solche Systeme aus einer einfachen Bremsleine, die bei starkem Zug an den Seilenden langsam durch eine Metallöse rutscht. Die Reibung zwischen Metall und Seil gewährt dabei einen allmählichen Stop.

Wie die Zukunftsmusik spielt, bleibt ungewiss. Der Sicherungsmarkt präsentierte in den vergangenen Jahren Innovationen und wird es auch in Zukunft tuen. Vielleicht ist uns bald eine Klettersteigbegehung ganz ohne manuelles Sichern erlaubt. Ein Sicherungsgerät, dass ständig am Drahtseil fixiert ist und bei einem Sturz fest „greift“. Doch dafür müssten nicht nur Erneuerungen im Equipment vollzogen werden, auch Steiganlagen bedürften einer Restauration. Bei neuen Steigen ist dieser Gedanke vielleicht gar keine Utopie, aber die alten Kriegsanlagen, vor allem im italienischen Südtirol, erlauben neben sportlicher Aktivität auch historische Einblicke. In einem solchen Fall ist innovatives Denken unangebracht.

Ein Klettersteigset stellt in der Regel das Fundament dar, einen Extremsport zu bändigen, ihn sicher zu gestalten.

Denn wie alle wissen: Im Falle eines Falles, ist richtig fallen alles!

Klettern – Dem Himmel ein Stück näher


KLETTERN – Magische Faszination für die Einen, blanker Horror für die Anderen. Für die Einen ist es ein Lebenselexier, die Anderen können getrost darauf verzichten. Für die Erstgenannten wollen wir heute die Plattform sein und die schönsten Kletter-Hot-Spots in Deutschland ein wenig unter die berühmte Lupe nehmen.

Klettern hat sich in den letzten Jahren zu einem Freizeitsport mit Potenzial gemausert. Ganze Heerscharen kletterwütiger Zeitgenossen tummeln sich in den kleineren und größeren Kletterparadiesen Deutschlands. Eine Klettertour stellt eine immense Herausforderung an Kletterer und Material dar. Aber damit nicht genug, für gute Kletterer gilt es immer neue Touren zu erkunden und so ihr Leistungspotenzial auszuloten. Eine Kletterwand zum Besteigen gibt es in fast jedem Bundesland, von Norddeutschland bis in den Süden. Eine gute Ausrüstung ist in jedem Fall vonnöten. Angefangen von den richtigen Kletterschuhen und der Kletterhose bis zum Kletterhelm – jede Kletterausrüstung ist im Klettershop in jeder Qualität und Preisklasse erhältlich. Bei der Auswahl von Kletterzubehör steht gut geschultes Fachpersonal jedem Kletterer zur Verfügung.

Endlich Frühling – Endlich auf den Berg

Der letzte Schnee ist gerade geschmolzen, und schon juckt es den Kletterer wieder in den Händen und der Frühlingsduft steigt in die Nase. Jetzt gibt es kein Halten mehr und die bunten Plastikgriffe aus der Kletterhalle werden allzu gerne eingetauscht gegen Sandsteinrisse, Kalklöcher, Nasen, Leisten, Schuppen und Taschen in vielen Gebieten. Wenn Sie jetzt glauben, aus Versehen sind Sie in einem Artikel für Schönheitschirurgie gelandet, gebe ich Entwarnung – Für Profis sind diese Begriffe Musik in den Ohren.
Welches sind nun die besten Kletter-Hot-Spots in Deutschland, wo kann man am besten die neue Ausrüstung samt Kletterschuhen, Klettergurt testen?

Fränkische Schweiz – Extreme Herausforderungen

Als sogenanntes „Klettermekka“ ist die Fränkische Schweiz sehr bekannt. Hier im „Dreistädteeck“ von Bamberg, Bayreuth und Nürnberg gelegen, ist sie mit über 7.000 Routen das Klettergebiet der Welt, welches am besten erschlossen ist. In der Fränkischen Schweiz ist vorwiegend griffiger, löchriger und heller Kalkfels zu finden.
Die Fränkische Schweiz schreibt schon Geschichte, denn seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird hier der Kletterleidenschaft gefrönt. Dieses Hobby im Frankenjura auszuüben, verlangt dem Kletterer schon einiges ab und setzt eine Sportkletterererfahrung im IV. Schwierigkeitsgrad sowie gute Kenntnisse in der Seil- und Sicherungstechnik voraus. Die Extremkletterer Kurt Albert und Wolfgang Güllich haben hier die Messlatte in den 80er Jahren sehr hoch gelegt, sozusagen „erklettert“. So wurden hier die schwersten Routen der Welt, zum Beispiel von Wolfgang Güllich (1987 und 1991) erschlossen. Sie haben so klangvolle Namen wie Corona, Action Directe, Wallstreet und Drive by Shooting. Dass die Fränkische Schweiz so ein beliebtes Outdoor-Vergnügen bietet, hängt sicherlich auch mit der höchsten Brauereidichte der Welt zusammen.

Perle von Sachsen – Das Elbsandsteingebirge

Fragt man die gebürtigen Sachsen, so wird einem gesagt, dass das Klettern im Elbsandsteingebirge erfunden wurde. Es stellt heute mit rund 15.000 unterschiedlichen Routen und 1.100 Gipfeln ein hervorragendes Klettereldorado dar.
Wer im Klettern in der Sächsischen Schweiz sein Glück sucht, muss sich an ein paar Regeln halten. Die Sächsische Schweiz ist bekannt für das Freie Klettern. Es gilt den weichen Fels möglichst zu schonen, und deshalb sind mobile Sicherungsgeräte wie Klemmkeile und Friends untersagt. Die natürlichen Gegebenheiten der Felsen geben hier die Route vor, ohne technische Hilfsmittel. Der Sandstein in den unterschiedlichsten Strukturen setzt eine höhere Klettererfahrung sowie eine sogenannte Vorstiegsmoral, die aufgrund spärlich platzierter Haken vorhanden sein muss, voraus. Klettern im Elbsandsteingebirge bedeutet, dass man schon ein Leistungspotenzial von 1-2 Grade unter dem Kletter-Leistungshorizont aufweisen muss.

Rot-Orangefarbene Pfalz

Im sogenannten Pfälzerwald sind wir umgeben von den beeindruckenden Farben des rot-orangefarbenen Buntsandsteins. Die Türme und Massive stellen für routinierte Kletterer eine besondere Herausforderung dar. Dieses Klientel schwärmt für das Pfälzer Wasgau, wo die spektakulären Kletterwände zwischen den Städten Annweiler, Pirmasens und Weißenbach zu finden sind. Auch die Felsen des Wasgau haben schon so manchen Kletterer gesehen. In dieser Region wird seit ungefähr hundert Jahren diesem Hobby nachgegangen. Die Felsformationen des Wasgau sind bis zu 60 Meter hoch und an Imposanz kaum zu übertreffen. In der Pfalz spielt der Umweltgedanke eine große Rolle. Die Kletterer werden unter dem Slogan „no footsteps“ gebeten, sich schon bei der Anreise umweltbewusst zu verhalten. Es ist untersagt, Magnesia zu verwenden. Dem Kletterer wird in der Pfalz ein breites Spektrum an Klettertechniken abverlangt. Es sind Risse, Kieseleinlagerungen, Kamine, Reibungsplatten und Wabenwände vorhanden. Auch der Sandstein weist eine gewisse poröse Struktur auf. Hier liegt der Fokus gerade bei den leichteren Kletterrouten, da sie vielfach selbst abgesichert werden müssen.

Wunderschöne Schwäbische Alb

Die Region um Tübingen wurde schon vor über hundert Jahren für Freunde des Klettersports entdeckt. Die Kletterrouten der schwäbischen Alb liegen in Lenningen, Urach, Blautal, der Ostalb und dem Donautal. Gerade das Donautal ist ein hervorragendes Klettergebiet, da es eine sehr gute Felsqualität aufweist. Die wunderschöne Landschaft spricht für sich – hier sind die höchsten deutschen Felsen zu finden. Selbst hartgesottene Alpinisten werden hier überzeugt und schwärmen von der einzigartigen Natur. Wermutstropfen ist allerdings, dass viele Felsen ganzjährig gesperrt sind, da es den berühmten Konflikt zwischen den Kletterern und den Naturschützern auch hier gibt. Im Donautal gelang es, das „win-win“-Projekt ins Leben zu rufen. Der Schaufelsen stellt hier das friedliche Auskommen von Kletter- und Naturfreunden unter Beweis. Hier geht es sogar so weit, das engagierte Kletterenthusiasten Felspatenschaften übernahmen. Es geht also eindeutig auf dem richtigen „Kletter-Pfad“ weiter.

Neue Wände – Neue Herausforderungen

Auch in diesem Jahr werden wieder viele Begeisterte den Weg zum Klettershop finden und die neuen Angebote der innovativen Materialien für Kletterausrüstung testen. Ein gut sitzender Steinschlaghelm sowie bequeme Kletterschuhe mit dem richtigen Profil fürs Sichern sind Grundvoraussetzungen für dieses schöne Hobby. Auch die gut sitzende Kletterhose wird sich sicherlich neben Klettergurt, Kletterhelm und sonstigem Kletterzubehör finden lassen, so dass die Klettertour zum wirklichen Highlight wird. Die Kletterwand in der Kletterhalle über die Wintermonate ist sicherlich eine sehr gute Alternative, ersetzt sie aber auf keinen Fall das besondere Erlebnis in der freien, schönen Natur. Auf dem Weg zum Profi helfen Kletterkurse, Grundkurse, Kurse für Fortgeschrittene und Schnupperkurse. Diese Angebote gehören in vielen guten Klettershops zum Standard und werden zahlreich gebucht. Bleibt nun nur noch eine gute Saison zu wünschen rund um die einzigartigen Hot-Spots in Deutschland.

Sandalen und Amphibienschuhe


Auf den Spuren berühmter Entdecker – Faszination Trecking
Einmal wie Robinson in der Einsamkeit fremder Inselwelten leben oder wie Édouard Alfred Martel unentdeckte Höhlen erforschen, solche und andere Träume bewegen viele Menschen auf unserem Erdball zum „Reisen mit Hindernissen“. Wie Reihold Messner Berggipfel erklimmen, in Vulkankrater schauen, den Wolken ein Stück näher sein und voll Andacht der inneren Stimme lauschen oder in tiefer See die Geheimnisse seltener Spezies erfahren Jacques Piccard – schier unendlich sind die Möglichkeiten Abenteuer zu erleben und die Welt auf eigene Weise zu entdecken.

Der Reiz aller Treckingtouren besteht hauptsächlich darin, zu wissen dass unbekannte, kaum gangbare Wege mit Geröll, Schlamm sowie extreme klimatische Bedingungen von einer Sekunde zur anderen auftreten können und dass sie der Bergsport ans Limit ihrer körperlichen und emotionalen Kräfte führen kann. Darum nutzen die Extremsportler in Vorbereitung auf anspruchsvolle Treckingurlaube kürzere Trips und Klettertouren, mit Training an Kletterwänden zum Testen und zur Steigerung ihres Leistungsvermögens. Mit der nötigen Fitness kann dem Hunger nach Abenteuern in freier Natur nachgegeben werden. Eine funktionierende Ausrüstung für den Bergsport gibt zudem Sicherheit und kann das Wandern wesentlich erleichtern. Aufgrund von Erfahrungen begeisterter Globetrotter wurden in den letzten Jahren immer wieder neue und nützliche Dinge für das Wandern, Klettern, Bootfahren und Tauchen entwickelt, die dem Aktivurlauber mit leichten Materialen, komfortablen technischen Lösungen und einfachen Handhabungen den täglichen Marsch und das im Freien erträglicher machen.

Von Sandalen und Amphibienschuhen
Die ersten Schuhe der Urzeitmenschen waren primitive Sandalen aus Pflanzenmaterial, wie ein 9000 Jahre alter Fund beweist. Jäger und Sammler schützten bereits ihre Füße gegen Verletzungen und banden sich Tierhäute, Baumrinde oder Stroh und Binsengeflecht unter die Füße. Sandalen gab es in fast allen früheren Kulturen. Bekannte Formen waren die orientalischen Opanken, die indianischen Mokassins und der mittelalterliche Bundschuh, bestehend aus einem Lederstück, das über dem Knöchel zusammengebunden wurde. In Japan gab es sie z. B. aus Stroh oder Holz. Als 1991 die Mumie des 5 300 Jahre alten Steinzeitmanns Ötzi gefunden wurde trug er eine (beinahe fortschrittliche) ausgeklügelte Schuhkonstruktion aus Bärenleder, bestehend aus Innen- und Außenschuh (wie Schuh und Strumpf) mit einem wärmenden und schützenden Zwischenpolster aus Heu. Übrigens ist dies der älteste europäische Fund einer Fußbekleidung. Die modernen Sandaletten haben eine lange Tradition und werden vor allem in der warmen Jahreszeit bevorzugt getragen. Die bei ihrer Herstellung heute zum Einsatz kommenden Materialien sind Leder, Textilfasern und Kunststoffe. Ihre Eigenschaften sind erweitert worden und der Nutzungszweck entscheidet über die Auswahl. Die Damen tragen sie mit flachen oder hohen Absatz. Es gibt sie mit Plateausohle und mit Keilabsatz. Sie taugen für den Alltag und aus edlen Materialienhergestellt, komplettieren sie die elegante Abendgarderobe. Herren würde man diese Auswahl auf dem gesellschaftlichen Parkett allerdings nicht verzeihen, doch für Wanderungen Sport und Freizeit nutzen Herren den gleichen Komfort des luftigen und leichten
Schuhwerks.

Die idealen Begleiter für den Marsch ins Unbekannte
Helm, Klettergurt, diverse Haken, Seile und ein Sicherungsgerät sind z.B. Bestandteile der Grundausrüstung zum Klettern. Der geeignete Rucksack, Teleskop-Wanderstöcke, das praktische, leicht aufzustellende Zelt, der wärmende Schlafsack und eine Reihe kleinerer Gerätschaften für das Zubereiten warmer Getränke oder Speisen, Notlicht usw. Behältnisse für Karten, Fernglas Kompass usw.
Alles das sind mögliche Elemente der persönlichen Ausrüstung wozu auch die atmungsaktive und wärmende Kleidung gehört, die vor Wind und Regennässe gleichermaßen schützt. Gruppenberatungen lange vor dem Ausflug ins unbekannte Land sind durchaus sinnvoll und geeignet, den Ballast für den Einzelnen so gering wie möglich zu halten. Foto- und Filmkamera und Zubehör, und bruchsichere Trinkflasche, nichts sollte vergessen werden, aber nur so viel wie nötig sollte am Ende der Planung auf der Liste stehen. Von vornherein sollte auch darauf geachtet werden, dass keine überflüssigen Verpackungen mitgeschleppt werden, die sich z.B. in Schutzgebieten nicht entsorgen lassen.
Je nachdem vorherrschendem Klima am Zielort sind die passenden Schuhe zu wählen. Bergstiefel sind groß und schwer. Weil sie viel Platz wegnehmen würden ist es sinnvoll sie bei der Anreise am Fuß zu tragen. Als Wechselschuhe sind die leichten Amphibienschuhe besser einzupacken. Sie gibt es in den verschiedensten Ausführungen u .a. von „Keen“. Das umfangreiche Angebot umfasst Treckingschuhe für die ganze Familie, vom leichten offenen Sommerschuh mit Schnellschnürung über feste Schnürschuhe bis hin zu hohen wärmende Stiefeln. Eine perfekte Ausstattung kann das Verletzungsrisiko und die Gefahr der Unterkühlung vermindern. Eine optimale Planung und Vorbereitung auf die Expedition sorgt für Entspannung auf der Reise. Letztendlich sorgt ein gutes und sicheres Gefühl dafür, dass sich in Gelassenheit alle positiven Gedanken auf das mit Spannung erwartete Ereignis richten und die Freude darauf die Oberhand gewinnt.